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Urlaub unter Palmen - dafür muss man nicht in den Süden fliegen!

Trachycarpus fortunei - Hanfpalme
Trachycarpus fortunei - Hanfpalme

Die Wenigsten wissen, dass es einige Palmen gibt, die auch hier bei uns in Deutschland wachsen. Gemeint ist hier natürlich nicht die Kentia-Palme fürs Wohnzimmer etc. sondern Palmen, die ganzjährig frei ausgepflanzt im Garten wachsen.Es gibt einige Palmen die in unserem Klima bestens gedeihen, und sogar jedes Jahr blühen und fruchten. Die härtesten davon vertragen Fröste bis zu -23°C!In unserem gemässigten Klimabereich stehen - je nach kleinklimatischen Verhältnissen - bis zu 18 verschiedene Palmenarten für die Auspflanzung im Garten zur Verfügung. Zu diesen zählen folgende Gattungen:  Trachycarpus, Chamaerops, Rhapidophyllum, Nannorrhops, Jubaea, Sabal, Serenoa und Trithrinax. Wer bereit ist beim Winterschutz etwas mehr Aufwand zu betreiben hat eine noch größere Auswahl wie z.B. Phoenix, Butia, Brahea.Der größte Vorteil der Gartenkultur von Palmen ist zweifellos das erheblich schnellere Wachstum der Pflanzen, da das Wurzelwachstum nicht eingeschränkt ist. Außerdem sind solche Palmen widerstandsfähiger gegen Schädlinge und das Einräumen der Kübel im Winter entfällt. Nicht zu vergessen ist der exotische Charme einer Palme im eigenen Garten.Wer sich für die Kultivierung einer - oder mehrerer - Palmen in seinem Garten entscheidet sollte folgendes beachten:Eine kleinklimatisch begünstigte Stelle im Garten aussuchen (möglichst sonnige Südseite, regengeschützt wäre am besten) Die beste Pflanzzeit ist das Frühjahr, je nach Witterung ab März bis Juni.Palmen die aus dem Gewächshaus kommen langsam an die Sonne gewöhnen.Möglichst für gute Drainage - je nach Palmenart - sorgen.Ausserdem muss man sich im klaren sein, dass es immer wieder zu Extremwintern kommen kann, in denen auch die frosthärtesten Palmen einen zusätzlichen Schutz benötigen. Bei manchen Arten genügt dafür eine dicke Mulchschicht, damit der Frost nicht zu tief in den Wurzelbereich eintritt. Empfehlenswert ist auf jeden Fall - ausgenommen sind hiervon die Trachycarpus-Arten - ein Schutz vor zu viel Feuchtigkeit im Winter. Wenn ständig Regen und Schnee, verbunden mit wechselnden Temperaturen und starken Frösten in den Vegetationspunkt (Herz) der Palme gelangt kann es zur Fäulnis kommen. Wird dies zu spät erkannt kann die Palme unter Umständen absterben.Ein Gestell aus 4 Dachlatten, mit einer Folie o.ä. als Dach ist schnell gebaut, und bei sehr grosser Kälte auch schnell mit Schilfmatte oder Luftpolsterfolie umwickelt.Alles in allem ist der Aufwand, den man mit Palmen in unseren Breiten hat geringer als bei manchen heimischen Bäumen. Ausser dem Winterschutz treten praktisch keine weiteren Pflegemaßnahmen auf.Meine Erfahrungen zu den einzelnen Palmenarten sind auf den folgenden Seiten beschrieben.